Bauprojekt Gewerbegebiet Sulzhau

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Auf Vorschlag der Verwaltung hat der Gemeinderat der Stadt Freudenstadt die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens für ein neues 60 bis 65 Hektar großes Gewerbegebiet " Sulzhau ", das nördlich des Kreiskrankenhauses liegt, beschlossen.

Die Mehrheit der Gemeinderäte der Bürgeraktion hat unter Zurückstellung großer Bedenken diesen Plänen zugestimmt.

Ausschlaggebend dafür war die Absicht, die bisher für die bauliche Entwicklung der Stadt galt, den Dreiklang von bebauter Fläche, Freifläche (Wiesen ), Wald zu erhalten. Das bedeutet konkret: Freihaltung der noch vorhandenen Flächen der Bärenwiesen.
Die Pläne für das geplante Gewerbegebiet " Sulzhau " wurden der Bevölkerung im Großen Ratssaal vorgestellt und lagen danach im Technischen Rathaus ( Marktplatz ) vor dem Bauverwaltungsamt zur Einsicht auf.

Kontaktadressen:
christoph.gerber@freudenstadt.de
sandra.zepf@freudenstadt.de

 

neues Gewerbegebiet Sulzhau, nördlich vom Krankenhaus gelegen
Februar 2004

Die Stadträte der Bürgeraktion haben damals beim Flächennutzungsplan dem Gebiet Sulzhau unter folgenden Tatsachen zugestimmt.

1. Die Bärenwiesen bleiben unangetastet.
2. Sulzhau war damals als ein Interkommunales Gewerbegebiet geplant.
Von einem Zusammengehen der Gemeinden ( interkommunales Gebiet) hören wir nichts mehr ( Kirchturmpolitik?)
Das Naherholungsgebiet wird zerschnitten
........ Wander-, Reit-, Fahrradwege.
Wasser: Durch die massive Rodung und Versiegelung erhöht sich die Hochwassergefahr für Wittlensweiler.

Ein Artikel der SÜDWEST PRESSE vom Samstag, 11. Juli 2009 :

Pro Markt-Auftrag: GfK-Studie hält Freudenstadt Bonus gut

Das Wirtschaftsthema „Sulzhau" ist ein spannungsgeladenes. Schon lange nicht mehr beharkten sich Kommunen derart über eine Gewerbe- bzw. Handelsneuausrichtung wie im Falle der neuen Bauhaus-Niederlassung.

Bautafel Freudenstadt. Kein Wunder, die Sache steckt voller verschiedener Aspekte - angefangen von überörtlich befürchteten Kaufkraftverschiebungen und Kunden-Abwanderungsverlusten über örtliche Handels-Erschütterungen bis hin zu ökologischen und klimatologischen Einwänden gegen ein neues Handelszentrum in einer bis dato fast unberührten Waldzone.
Hat diese Woche der Horber Gemeinderat - sollte man meinen von entfernter Warte - seine Missbilligung zu Sulzhau/Bauhaus ausgedrückt (wir berichteten), so waren die Ablehnungspfeile aus Dornstetten für die Freudenstädter Propagandisten des Projekts außerdem noch spitz und provozierend. Oder wurden zumindest so empfunden. Bürgermeister Gerhard Link äußerte dieser Tage Verständnis, dass Dornstetten als Unterzentrum dergestalt für sein eigenes Gewerbe eintritt.

Doch sollten die Nachbarstädter immer bitteschön „bei den Fakten bleiben und sich nicht so rauslehnen", gab Link gereizt zurück. Die Umwandlung (von Gewerbe zu einem Sondergebiet für großflächigen Einzelhandel) belege nur ein Drittel der Rodungsfläche im Sulzhau - nicht mehr und nicht weniger. Eventuell, so genau wollte sich der Bürgermeister da noch nicht festlegen, werde man mit der Nachbarschaft noch das Gespräch suchen, um Einigung zu erzielen. Bis Ende Juli dauert übrigens die Auslegungsfrist für das angestrengte Raumordnungsverfahren. Ende Oktober, Anfang November dürfte die Entscheidung des Regierungspräsidiums in der Sache zu erwarten sein. Über was das RP und alle weiteren Beteiligten entscheiden sollen, hat in der Tat erkleckliche Ausmaße: Bauhaus-neu wird eine Gesamtfläche von 16 000 Quadratmetern, zusammen gesetzt aus Hallenfläche (8850 qm) und Stadtgarten plus Drive-In (3275 qm), besetzen. Die Grundstücksgröße wird 38 000 Quadratmeter betragen, 440 Pkw-Stellplätze sollen gebaut werden, pro Tag wird mit 1500 Fahrzeugen im Waldgewerbegebiet und 3000 Einzel-Fahrten gerechnet.
Die von der Stadt Freudenstadt in Auftrag gegebene GfK-Studie sucht zu belegen, dass der bisherige Bauhaus-Standort (2700 qm Verkaufsfläche) keine tragfähige betriebswirtschaftliche Grundlage abgibt und sich ferner aber auch keine Standortalternativen stellen.

Sulzhau, so sieht es heute aus

Insofern könne dem „Integrationsgebot" i.d.F. nicht entsprochen werden.

Die 3,8 Hektar Bedarfsfläche stünden in keinem Gewerbegebiet sonst zur Verfügung. Und Sulzhau enthalte den Passus, dass für nicht innenstadtrelevante Einzelhandelsbetriebe „gegebenenfalls eine Bebauungsplan-Änderung" erzielt werden könne. Die GfK-Studie hat ferner ermittelt, dass einiges an Kaufkraft (des Bauhandelsbedarfs) in die östlich gelegenen Mittelbereiche Horb und Nagold abfließt. Die Fläche für das Bauhaus
Und genau diese Kaufkraft im Bau- und Gartenmarktbereich solle wieder in den Mittelbereich Freudenstadt „zurückgeholt" werden. Das Vorhaben füge sich somit in das „zentralörtliche Versorgungssystem" ein, das Kongruenzgebot werde nicht verletzt. Die Gutachter haben heraus gefunden, dass Auswirkungen durch die Bauhaus-Neugründung auf die städtebaulichen Gefüge ringsum und die Versorgungskerne nicht auszuschließen, ja zu erwarten sind. Jedoch „Betriebsaufgaben" müssten nicht zwangsläufig damit verbunden sein. Viel eher, so die Positiv-Botschaft, leiste das Planvorhaben einen wichtigen Beitrag, dass Freudenstadt seinen landes-planerischen Versorgungauftrag „mit Blick auf bau- und gartenmarktspezifische Sortimente" in Zukunft „deutlich qualifizierter" wahrnehmen könne.
sis

Anmerkung: die Fotos und Lagepläne waren nicht Bestandteil des Artikels der SÜDWEST PRESSE vom 11.7.2009 sondern stammen aus anderen Quellen. Das Foto "Freudenstadt und Umgebung - 19.7.2009" ist der entsprechenden Ausgabe der SÜDWEST PRESSE entnommen.

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