Zu einer besonderen Exkursion lud die Bürgeraktion Freudenstadt im August 2026 ein. Unter Leitung von Olfert Dorka erkundete eine wanderlustige kleine Gruppe alte Verkehrswege und Pfade im Christophstal.
Bekannt von vielen Ab- und Aufstiegen während der Gartenschau 2025 ist die Verbindung von der Stadt zum Gasthaus Bad. Bekannt ist auch, dass auf halber Höhe ein Weg abgeht, welcher beim Laborantenhaus in die Talstraße mündet. Dieser Weg, ehemals Teil einer Fußverbindung vom Teuchelwald ins Christophstal, war nun völlig neu zu entdecken. Man erinnerte sich an
mühseliges Stapfen über Brombeerranken und durch hohes Gras und Farn und fand eine wohlgepflegte, freigeschnittene Strecke vor. Die Steinpflasterung war wieder sichtbar, die Trockenmauern, vom Überwuchs befreit, zeigten ihre weithin ungestörte Fugung, und man konnte erahnen, welche Mühe es vor Jahrhunderten gekostet haben muss, oftmals gewaltige
Sandsteinblöcke zunächst an Ort und Stelle zu schaffen, schließlich zuzurichten und zu verbauen und Treppenzugänge zu darunter und darüber liegenden Grundstücken einzurichten.
Eine kleine Pause gab Raum, durch die Forbachgärten zu gehen und zu sehen, was von der Gartenschau geblieben ist, wie etwa der Freudenstadt-Garten mit seinen Rappen-Säulen oder die Installation der Waldorfschule mit ihren bunten Holzstangen.
Über das Forbachbrücklein stiegen die Wanderer den Hang hoch zur Christopherstraße. Auch dieser Pfad ist heute vorbildlich gepflegt, und diese Maßnahme legte einen bislang nicht sichtbaren Felsen frei mit Schwerspat-Einschlüssen, deren kristalline Struktur gut zu beobachten war.
War die Unternehmung bisher eher ein Spaziergang, so wurde deren dritter Teil recht anspruchsvoll. Weglos, durch Heidelbeersträucher, quer über einen Steilhang auf schmalem Steig suchte sich die Wandergruppe einen Zugang zur Oberen Silbergrube. Tatsächlich erreichte man zielgenau, dank der Ortskenntnisse von Olfert Dorka, den Grubenmund. Und man muss sich
fragen, auf welchem Weg die Männer, die in diesem Bergwerk einst nach Silber suchten, ihren Arbeitsplatz erreichten. Denn gute Trittsicherheit war nötig und manchmal sogar ein Hochsteigen auf allen Vieren, um wieder eine gut gebahnte Waldstraße zu erreichen, die über das Wildgehege und das Bärenschlössle wieder zur Stadt zurückführte.
Dank wurde Olfert Dorka dafür ausgesprochen, dass er zu einem Ort geführt hatte, den niemand von den Teilnehmenden je zuvor betreten hatte.






